Wissenwertes zum Tee
Der Tee - Wärmequelle, Getränk und Beruhigungsmittel
Bei dem Wort Tee schweifen die Gedanken gerne ab zu einem gemütlichen Wintertag, den man mit einem guten Buch, einem dicken Norwegerpullover und einer heißen Tasse Tee auf der Couch verbringt. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff des beliebten Heißgetränks?
Der Begriff “Tee”
Das Wort Tee existiert nicht seit jeher im deutschen Sprachgebrauch, sondern wurde erst sehr spät, nämlich im 17. Jahrhundert, von den Gebrüdern Grimm aus dem niederländischen in die deutsche Sprache importiert. Diese leiteten das Wort von dem niederländischen Begriff “té” ab und verwandelten es in den allgemein bekannten Begriff “Tee”. In mitteleuropäischen Ländern wurde das Wort teilweise von dem, aus dem kantonesischen stammenden “tu” abgeleitet und in Ländern wie der Türkei, Persien oder Rußland wird das bräunliche Heißgetränk als Chai bezeichnet. Ebenso darf nicht vergessen werden, dass der Begriff Tee im deutschsprachigen Raum zwar als Überbegriff für alle Teesorten gilt, in anderen Ländern jedoch nur den Schwarztee bezeichnet. In Spanien bekommt man zum Beispiel bei der Bestellung eines “té” stets einen Schwarztee, der Früchtetee hingegen wird als “infusión” bezeichnet.
Der Anbau der Teepflanze
Das chinesische Volk galt als Vorreiter in Sachen Tee und die Pflanze wurde von den fleißigen Chinesen schon lange vor allen anderen Ländern angebaut. Erst im Jahre 1820 wurde auch in Indien der so genannte Assam-Tee entdeckt, jedoch erst viele Jahr später kultiviert, gekreuzt und schließlich gezüchtet.
Die Herstellung des beliebten Heißgetränks
Tee kann aus verschiedenen Pflanzenteilen wie zum Beispiel den Blüten, den Knospen, den Blättern oder auch den Stängeln der Teepflanze gewonnen werden. Die leckerste Vorbereitungsart des Aufgußgetränks ist es natürlich, ein paar frische Teeblätter in heißem Wasser aufzuweichen und den zubereiteten Tee sofort zu trinken. Da allerdings nicht jeder über eine Teepflanze verfügt und die frischen Blätter auch nicht lange aufbewahrt werden können, wurde verschiedene Prozesse zur Herstellung entwickelt. Hierbei läßt sich zwischen der traditionellen Herstellung und der CTC-Produktion unterscheiden.
Bei der traditionellen Herstellung durchläuft die Teepflanze fünf verschiedene Stufen. Gleich nach dem Pflücken werden die Teeblätter einer Welkung unterzogen, durch die die Blätter weich werden und sich somit besser verarbeiten lassen. Früher wurden die Blätter zum welken noch in die Sonne gelegt, heute erledigen diese Arbeit allerdings Fließbänder. Das anschließende Rollen bewirkt die Öffnung der Blattzellen, die somit ihre ätherischen Öle freisetzen und für den Geschmack sorgen. Schließlich werden im Zuge der Oxidation die Blätter einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Die Temperatur der Teeblätter muss hierbei ständig kontrolliert werden, da beim Überschreiten der Höchsttemperatur die Blätter sofort ihr Aroma verlieren und somit wertlos werden. Auf die anschließende Trocknung in Heißluftöfen folgt die Kühlung der Blätter.
Das modernste Verfahren der Teeherstellung ist die CTC-Produktion. Auch hier werden die Blätter zuerst in großen Maschinen gewelkt, anschließend maschinell zerbrochen, zerrissen, gerollt, oxidiert, getrocknet und sortiert. Vor allem der Inhalt der bekannten und sehr praktischen Teebeutel entstammt diesem Prozess.
Die verschiednen Teesorten
Die für den Durchschnittsdeutschen bekannsten Schwarzteesorten sind die nach ihrem Anbaugebiet benannten Teesorten Assam, Ceylon und Darjeeling. Je nach Art der Fermentierung lassen sich grüner, weißer, Ooling oder Schwarztee unterscheiden.
Qualität des Tees
Die Qualität wird je nach Ernteperiode oder Qualität der Blätter unterschieden. Je nach Erntezeit liefern die Teepflanzen verschieden große Blätter. Die Qualität richtet sich nach der Stellung am Zweig der Pflanze. Beim Verkauf kamm man zwischen Blatt-Tee, gebrochener Tee, Fannings oder Staub unterscheiden. Die letzten beiden sind weniger qualitativ, da sie aus den Resten der beiden ersten Tees bestehen. Entscheidend für Qualität sind Größe, Form, Farbe. Beim grünen Tee gibt es eigene Qualitätsstufen, die anders unterschieden werden.