Produktion von Kaffee
Bei Kaffeepflanzen handelt es sich um weißblütige Sträucher, die bis zu 4 Meter hoch werden können, allerdings zumeist vorher beschnitten werden. Die dranhängenden Steinfrüchte werden nach 6 bis 11 Monate reif - abhängig ist dies von der Sorte. Erst wenn die Früchte rot sind (zuvor trugen sie die Farben Grün und Gelb), enthalten sie zwei der wertvollen Kaffeebohnen.
Der Anbau der Sträucher erfolgt in ca. 50 Ländern in Teilen Südamerikas, Afrikas und Asiens, da in diesen Gebieten ideale Temperaturen herrschen: ausgeglichenes Klima, keine großen Temperaturschwankungen, eine jährliche Niederschlagsmenge von mindestens 800 mm/a sowie etwa durchschnittlich 18 bis 25 Grad Celsius begünstigen den Anbau von Kaffeepflanzen.
Die beliebteste Kaffeesorte stellt Arabica-Kaffee dar: gut 60 Prozent der weltweit produzierten Kaffeebohnen sind Arabica. Mit etwa 36 Prozent liegt die Sorte Robusta dahinter, sie reift schneller. Stenophylla, Excelsa sowie die teuerste aller Kaffeesorten Kopi Luwakm, angebaut in Indonesien, sind mit jeweils nur rund einem Prozent am Weltmarkt beteiligt. In Brasilien sowie in Teilen Afrikas wird auch gemischter Anbau betrieben.
Problematisch beim Anbau von Kaffeebohnen ist allerdings, dass viele Bäume für Anbauflächen weichen müssen. Weiter gefährdet der Einsatz von Pestiziden den Lebensraum von Tieren, sie zerstören nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge.
Geerntet werden Kaffeebohnen meistens nur einmal im Jahr- in wenigen Ländern höchstens zweimal, allerdings beträgt die Erntezeit bis zu 12 Wochen. Die Ernte erfolgt in wenigen Gebieten der Erde mit der Hilfe von Erntemaschinen. Denn bevorzugt wird das Pflücken per Hand, da dadurch eine höhere Qualität erreicht werden kann. Man spricht dabei auch von selektiver Handpflückung.
Nach der Ernte erfolgt die Trocken- oder Nassaufbereitung: hierbei wird die Kaffeebohne freigelegt. Das geschieht entweder durch den Trockenvorgang und anschließendes maschinelles Schälen oder durch Hilfe von Wasser mit Sieben und Schwemmkanälen.
Fertig ist der Kaffee dann nach einer letzten Reinigung sowie den Sortiervorgängen, die die Bohnen nach Qualität und Größe überprüfen. Auch das geschieht meistens per Hand.
Der Röstvorgang optimiert Kaffee: je nach Geschmack gibt es sechs verschiedene Stufen, die sich nach Rösttemperatur sowie nach Röstdauer unterscheiden.